21.10.2011, Der 1.Tag, irgendwo zwischen Huatulco und Salina Cruz....

Veröffentlicht am 07.02.2014

Nach dem respekteinfloessenden slide im Prequalifying haben wir es heute ruhiger angehen lassen. 3.200 km liegen vor uns. Das Ziel, unser Ziel heisst Zacatecas. Auf SP 1, identisch mit dem Pre-Quali sind wir 23 Sekunden langsamer, als gestern. Aber dafuer mit viel Sicherheitsreserve unterwegs. Das ist etwa Zeit von Thomas L. vom Vortag. Damit ist klar, mit welcher Taktik die alten Hasen diesen Bewerb angehen. Abgesehen von ein paar lokalen Champs aus der mexikanischen Nascarszene, die lassen richtig fliegen. Um so ueberraschender dann: Nach 3 Sonderpruefungen bricht uns die Halterung vom linkem hinteren KW-Federbein auf der Verbindungsetappe. Panamerica 2011 vorbei? Auf einem Schrottplatz holen wir uns ein paar Teile fuer eine Notreparatur und hoppeln auf einer Blattfeder vorerst dem Feld hinterher. In SP 6 liegt die hollaendische Grand Sport Corvette auf dem Dach - Fahrer und Beifahrerin stehen zum Glueck unverletzt daneben. "A little bit too fast, just a little." Haette tot sein koennen, der Depp. Ihr braucht's aber nicht glauben, dass der - gerade mit dem Leben davon gekommene - Hollaender einen Daempfer aus seinem nutzlos gewordenen Corvette-Wrack verkaufen wuerde! "No, no, we will repair it. Tomorrow we will start again!" Gehirntrauma oder einfach nur deppert? Vermutlich beides










 

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Immer noch der 21.10.2011, jetzt in Oaxaca angekommen......

Veröffentlicht am 07.02.2014

Nach 200 km bricht uns auch das rechte hintere Federbein. Wieder folgt eine notduerftige Behelfsreparatur durch's unermuedliche Tom-Fischer-Team. Kurz zuvor haben wir Lutz mit seinem Ford Falcon auf einem Felsen geparkt gesehen. Beide Vorderraeder gut einen Meter in der Luft. Aber Lutz lacht, wie immer........
Wenigstens sind wir diesmal direkt vor einer Corona-Bar liegen geblieben. Wir - Ausnahme unsere fleissigen Mechaniker - machen es uns bei Corona, Bistecca,Tapas und Hamburgern gemuetlich. Ploetzlich brettert Lutz vorbei? Wir muessen Los, hinterher. Nach 100 km macht die geschundene Blattfeder schlapp (Federbeine haben wir hinten ja keine mehr). Die Corvette kommt auf den Abschleppwagen, Andrea - die bisher all diesen Bloedsinn mit Engelsgeduld ertraegt - und ich fahren mit dem Service-Ford voraus nach Oaxaca, ins Hotel. Der Verkehr in Oaxaca ist der Wahnsinn, wir brauchen eine gute Stunde, bis wir das Hotel finden. Waehrend wir schon duschen, organisiert der unermueliche Tom (Motto: aufgeben tun wir einen Brief.....) mit seinem Team einen Abschleppwagen und eine Werkstaette, in der sie bis morgen frueh unsere hintere Aufhaengung erneuern koennen. Um halb fuenf Uhr morgens fallen die Burschen fuer eine kurze Stunde ins Bett, dann gehts schon wieder weiter. Uebrigens: unsere Vergaserabstimmung - meine groesste Sorge - hat Harry nahezu perfekt hingebracht.









Im Hotel treffen wir die netten Englaender mit dem Jaguar Mark II aus unserem Hotel in Huatulco wieder. Sie konnten heute gar nicht erst starten, mussten das Auto mit dem Truck nach Oaxaca bringen, konnten mittlerweile aber die Benzinversorgung reparieren und sind zuversichtlich morgen starten zu koennen.
Die Englaender sind schon zum zweiten Mal dabei. Beim ersten Mal haben sie ihr Auto komplett vernichtet. Jetzt haben Sie ein neues, besseres gebaut. Doch auch das haelt nicht. Lauter Verrueckte, mich eingeschlossen. Der britische Copilot stimmt dem zu, und wir begiessen das mit einer edlen Flasche Marques de Riscal.....

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22.10.2011

Veröffentlicht am 07.02.2014
Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen.....

22.10.2011, Oaxaca - Puebla

Veröffentlicht am 07.02.2014

Um 6:00 laeutet der Wecker, um 7:00 holt uns Tom ab. Die ganze Truppe (Andrea und mich ausgenommen) hat bis halb fuenf Uhr frueh geschraubt. Korbi hat eine tolle Autowerkstaette (mit Unmengen an Stossdaempfern und Blattfedern) mitten in Oaxaca gefunden, der Besitzer oeffnet Tom und laesst ihn dann die ganze Nacht allein schalten und walten. Morgens um 7:00 steht die Corvette da wie eine Eins. Auf zum Startplatz im Zentrum von Oaxaca. Volksfeststimmung, Unmengen an Menschen. Alle sind - wie ueberall in Mexico - gut gelaunt und sehr freundlich. Fast alle Teams haben ihre Autos wieder soweit repariert, bis auf meinen "hollaendischen Freund" mit der Grand Sport Corvette; haette mir ruhig seine Stossdaempfer verkaufen koennen, war so ziemlich das einzig brauchbare an dem Auto.
Hoffnungsfroh starten wir in den 460 km langen Tag. Nach 10 Kilometern geben wir auf und kehren um. Die Reparatur war - trotz des enormen Einsatzes von Harry, Ralf, Korbi und Tom nicht erfolgreich. Das Auto ist um die Hinterachse extrem instabil. Sowohl beim beschleunigen als auch beim bremsen lenkt die Hinterachse mit. Unberechenbar und gefaehrlich. War's das jetzt endueltig? So richtig Panamericana-Atmosphaere haben wir ja noch gar nicht geschnueffelt. Wir fahren zurueck in die Werkstaette. Tom startet einen letzten Rettungsversuch. Bei erfolgreicher Reparatur koennten wir auf der Autobahn nach Puebla hochfahren und uns morgen wieder ins Feld einreihen......Hoffentlich klappt's, er und seine Jungs haben soviel Herzblut, Zeit (und auch Geld) in dieses Abenteuer gesteckt, waere sehr schade, wenn es vorbei waere bevor es ueberhaupt richtg begonnen haette. Allerdings ist diese Veranstaltung kein Kindergeburtstag; das ist was fuer Erwachsene. Die Carrera bricht die Autos und sie bricht die Moral. Die Belastung (nicht nur fuer das Material) ist enorm. Ein Jahr Vorbereitungszeit und unzaehlige Tests waren wohl zuwenig. Wir zahlen Anfaengerlehrgeld....




Erstaunlicherweise ist Tim Mälzer noch mit dabei. Jochen Mass ist auch draussen. Er hatte gestern Probleme mit der Benzinpumpe und musste anhalten. Waehrend seines Stops bemerkt er, dass die Halterung vom Federbein geissen ist. Haette boese ausgehen koennen, wenn das bei voller Fahrt bricht. Laesst sich aber schweissen. Heute ist er wieder im Rennen. Naja Rennen - eigentlich ist das hier mehr ein Ueberlebenswettkampf. Die Strassen sind teilweise so schlecht - Schlagloecher mit 1,5 Meter Durchmesser und 20 cm Tiefe sind nicht selten - dass bei ambitionierten Renntempo kein Auto lange haelt. Abgesehen vom fahreischen Koennen. Beim Pre-Qualifying am Donnerstag sind auf 8,7 km 5 zum Teil schwere Unfaelle passiert. Die Veranstaltung geht aber ueber 3.200 Kilometer. Mehrmals sind wir gestern and verunfallten Autos vorbei gekommen. 10 - 12 werden das schon gewesen sein.

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Rangliste Pre-Qualification

Veröffentlicht am 07.02.2014
Beste Deutsche Teams:
1) Albert Otten (Nr. 379) in 4:06,2
2) GP/Tom Fischer (Nr. 361) in 4:10,4 = 110 kmh-Schnitt im mexikanischen Kurvendschungel.....
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20.10.2011, Pre-Qualification in Huatulco

Veröffentlicht am 07.02.2014

Hipp hipp Hurra! 22. Gesamt (von 113) und 11. in der Historic C!

3 911er Porsche und 1 Nissan sind abgeflogen (angeblich auf Oel von einem Dodge-Motorplatzer)........



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18.10.2011, Huatulco - Abnahme

Veröffentlicht am 07.02.2014

Wir haben die Abnahme heute im ersten Anlauf - ohne auch nur die kleinste Beanstandung - passiert! (Was einige alte Hasen nicht von sich behaupten konnten). Eine tolle Leistung von Harry! Das erste Mal dabei, ein neues Auto unter grossem Zeitdruck aufgebaut und alle - auch die technischen Kommissäre - sind begeistert von dem Auto (man kann uns aber auch nicht vorwerfen, dass wir irgendwo gespart hätten......). Jetzt muessen wir allerdings noch an der Vergaserfeinabstimmung weiterarbeiten, das läuft noch nicht so wie gewuenscht (Meereshoehe ist nicht gleich Meereshoehe, Hamburg ist nicht Huatulco).

Toll sind auch die mexikanischen Schriftenmaler. Ein junger Bursche hat uns mexikanische Flaggen und einige Schriftzüge freihändig auf's Auto gepinselt - grosse Klasse!






Was sich hier im Fahrerlager tut, ist wohl weltweit einzigartig. Gewaltige Autos, nicht alles hundertprozentig historisch wertvoll und original, aber mit grosser Begeisterung fuer den Motorsport aufgebaut und vorbereitet. Eine tolle Atmosphäre - das wird ein riessiges Volksfest - und eine sehr relaxte, lockere Stimmung. Der Doktor meinte beim Medical-Check zum leicht erhoehten Blutdruck beispielsweise: "Jeden Tag zwei, drei Margaritas, dann wird das schon." Ein Rezept auf Krankenschein wollte er dann aber doch nicht herausruecken.......

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19.10.2011

Veröffentlicht am 07.02.2014
Anstatt heute einige SP's zu besichtigen und die Vergaserabstimmung weiter zu optimieren, sind wir fast den ganzen Tag gestanden und haben repariert. Der elektronische MSD-Verteiler ist gebrochen, dabei hat es dann auch einige Zuendkabel vernichtet. Unser Ersatzteil ist ein mechanischer Verteiler, welcher umfangreiche Adaptierungen erfordert. Um 20:00 abends sieht es so aus, als wuerden wir morgen bei der Pre- Classification mit dem mechanische Teil fahren koennen. In der Zwischenzeit lass' ich aus den USA jemanden mit 2 Stueck elektronischen MSD-Verteilern im Handgepäck einfliegen. Mal sehen, was als nächstes bricht......

20.10.2011

Veröffentlicht am 07.02.2014
20. Oktober 2011: Der Verteiler konnte adaptiert werden, wir fahren heute mit dem mechanischen. Die Mexikaner sind überaus freundlich und sympathisch; es ist ein tolles Land, eine sehr angenehme Stimmung. Alles ist easy going und sehr locker. Alle sind gut drauf und begeistert. In organisatorischer Hinsicht stellt diese Veranstaltung allerdings - gerade für mich - eine enorme Challenge dar. Mit einem Hang zur Perfektion und Genauigkeit ist man hier nämlich fehl am Platz. Man stelle sich großes Chaos vor und dann stelle man sich vor, dass in Wirklichkeit alles noch viel viel schlimmer ist. Das entspricht dann in etwa der Realitaet. Der Welcome-Cocktail  findet in einem ganz anderen Hotel statt, als in den Organisationsunterlagen angegeben. Veranstalterbulletins welche eben erst vor 1 h veröffentlicht wurden, werden mündlich wieder korrigiert. Die Änderungen zum offiziellen Roadbook belaufen sich auf 7 oder 8 eng beschriebene DIN A4 Seiten. Start und Ziel von Sonderprüfung, Zeit-Kontrollen stehen irgendwo, nur nicht dort wo sie laut offiziellem Plan sein sollten. 

Am späten Vormittag dann die erste Sonderprüfung; der Pre Classification Run für die Startaufstellung am morgigen Freitag. Leider bin ich das Ganze etwas übermotiviert angegangen und habe die Kupplung am Start arg in Mitleidenschaft gezogen. Zwar hat sie sich wieder erholt, aber wie lange sie noch haelt ist fraglich. Das Tempo war wohl auch etwas zu ambitioniert, wir waren einige Male hart an der Grenze, konnten dafür aber auch zwei vor uns gestartete Teilnehmer überholen. Allerdings waren wir uns anschließend einig, dass wir in dem Tempo nicht über die sieben Tage kommen wuerden. Fuer die 8,7 km haben wir 4 min 10 Sek gebraucht. Was diese Zeit wert ist, erfahren wir erst am heutigen Abend. Thomas Ledergerber war mit seinem 3,5 l V8 Mercedes, mit dem er schon einige Male teilgenommen hat 4:29 gefahren.
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22.10.2011

Veröffentlicht am 07.02.2014
Wanderer, kommst Du nach Sparta, äh Oaxaca dann verwende kein KW-Fahrwerk. Das ist zwar das teuerste, aber fuer Mexico voellig ungeeignet!
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